Untersuchungsziel:

Die Mammographie ist eine niedrig dosierte Röntgenuntersuchung. Sie bildet das Brustgewebe bis in die feinsten Details ab. Als einziges Früherkennungsverfahren ermöglicht sie, Brustkrebs in einem Stadium zu erkennen, in dem er weder tastbar ist, noch irgendwelche Symptome hervorruft. Kein anderes Verfahren zeigt ähnlich gute Ergebnisse bei der Erkennung kleinster Tumoren unter 10 mm Durchmesser und in der Entdeckung kleinster, noch nicht tastbarer Mikroverkalkungen ab 0,1 mm. Mikroverkalkungen können häufig der erste Hinweis auf Brustkrebs sein. Bei Tumoren dieser Größenordnung sind die Lymphknoten meist noch nicht befallen. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung sind folglich sehr gut.

Vorbereitung:

Es ist ratsam, die Aufnahme möglichst in den ersten Tagen nach Abschluss der Regelblutung durchführen zu lassen. In dieser Zeit sind die hormonell bedingten Spannungen in der Brust am geringsten. Grundsätzlich kann die Mammographie jedoch jederzeit durchgeführt werden. Die Erkennbarkeit ist während des gesamten Zyklus gleich. Am Mammographie-Tag sollten Sie Körperlotion, Körperpuder oder Deodorant nicht benutzen. Diese Hygieneartikel enthalten kleinste Partikel, die auf den hochempfindlichen Röntgenfilmen mit abgebildet werden und dadurch die Bildbeurteilung erschweren.



Jede Frau sollte einmal monatlich ihre Brust nach einem festen Schema (Abtastung der einzelnen Quadranten) selbst untersuchen. Entsprechende Anleitungen hierzu erhalten Sie bei Ihrem Gynäkologen. Bei jeder Veränderung, die Sie feststellen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Dieser stellt dann nach eingehender Untersuchun ggf.. die Indikation für eine Mammographie, beispielsweise bei folgenden Indikationen:

| Jeder tastbare Knoten, jede Verfestigung, welche/r seit der letzten Selbstuntersuchung
neu aufgetreten ist
| Unbekannte/unklare Hauteinziehungen
| Veränderungen der Brustwarzen
| Blutiger Ausfluss aus einem Milchgang
| Vergrößerte Lymphknoten im Achselbereich
| Hautrötungen, die über einen längeren Zeitraum bestehen. Überwärmung einer Brust.
| Ein sich verstärkendes Venengeflecht
| Erreichen des 40. Lebensjahres, wenn eine familiäre Belastung besteht
| Bestehende Mastopathie (Umbauprozesse der Brustdrüse, vorwiegend hormonell
bedingt, jedoch ohne Krankheitswert)




Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebskrankheit bei Frauen. Etwa zehn Prozent der Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens daran, die meisten nach dem
50. Lebensjahr. Internationale Studien haben gezeigt: Ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs für die Altersgruppe der 50-69jährigen kann die Sterblichkeit an Brustkrebs deutlich senken.
Dieses Programm basiert auf regelmäßigen, in zweijährigen Abständen durchgeführte Mammographien, also Röntgenuntersuchungen der Brust. Deshalb haben alle Frauen dieser Altersgruppe einen gesetzlichen Anspruch auf eine solche Früherkennungsuntersuchung der Brust, auch Mammographie-Screening genannt.

| Die Teilnahme ist freiwillig
| Die Kosten für diese Untersuchung werden von der Krankenkasse im Rahmen des
bestehenden Versicherungsschutzes übernommen
| Sollte die Patientin privat versichert sein, muss die Kostenübernahme vorher mit der
jeweiligen Versicherung abgeklärt werden und eine schriftliche Kostenübernahme
vorgelegt werden
| Eine Versicherungskarte ist zur Abrechnung bei der gesetzlichen Krankenversicherung
erforderlich.
| Die Praxisgebühr von 10 Euro wird nicht erhoben
| Eine Überweisung ist nicht erforderlich
| Fahrkosten werden nicht erstattet
| Zur Untersuchung sollte kein Deodorant, kein Puder und keine Creme aufgetragen
werden, da die Röntgenbilder dadurch beeinträchtigt werden können

Detaillierte Informationen zum Mammografie-Screening finden Sie in diesem Merkblatt. Das Merkblatt können Sie hier auch auf griechisch, italienisch, kroatisch, russisch, polnisch, türkisch und englisch herunterladen.

Hier findet die Abklärungsdiagnostik für die Region statt:

Radiologischen Praxis Dr. Meydam
Holbeinstr. 10 a
59423 Unna